Ministerpräsidenten aus Sachsen Anhalt und Niedersachsen übernehmen erneut die Schirmherrschaft über das Workcamp

01.07.2015

Das 18. Workcamp des Grenzdenkmalvereins vom 17. Juli bis 8. August  steht wieder vor der Tür. Auch diesmal ist es eine Kooperation mit der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und der Behörde der Landesbeauftragten für Stasiunterlagen Sachsen Anhalt.

In diesem Jahr werden wieder beide Ministerpräsidenten der angrenzenden Bundesländer die Schirmherrschaft über das Workcamp übernehmen. Die Länder Sachsen Anhalt und Niedersachsen übernehmen in Person von Ministerpräsident Reiner Haseloff und Ministerpräsident Stephan Weil nun schon seit Jahren die Schirmherrschaft über das Workcamp. Wir sehen unsere Arbeit mit dem Engagement beider Ministerpräsidenten damit gewürdigt. Hötensleben hat leider, den einzigen authentisch erhaltenden Abschnitt der innerdeutschen Grenze zu bieten. Das dieses Zeugnis, menschenverachtender und martialischer Grenzsicherung zu erhalten ist, steht außer Frage. Die heranwachsende Jugend muss sehen, wozu Diktaturen in der Lage sind, um daran erinnert zu werden, wie wichtig der Erhalt unserer Demokratie ist. Diese Aufgabe ist das größte Anliegen des Grenzdenkmalvereins.

Das Camp fährt in diesem Jahr auf Sparflamme. Leider spüren wir auch hier den Sparzwang der Kommunen und Behörden. Ein Aufgeben oder das Camp nur alle zwei Jahre durchzuführen steht nicht zur Debatte. Daher sind es in diesem Jahr nur acht Campteilnehmer. Die Jugendlichen kommen in diesem Jahr aus Spanien, Taiwan, Tschechien, der Ukraine, Serbien und aus Deutschland. Wir werden versuchen durch Fundraising, das Camp wieder zu dem zu machen, was über die Jahre war. Eine Idee ist ein Bürgerfrühstück, dessen Einnahmen in die Finanzierung des Camps fließen. Spenden sind auch jederzeit willkommen.

Zu den Höhepunkten zählt ohne Zweifel der Besuch des Camps durch den Ministerpräsidenten Sachsen Anhalts Reiner Haseloff. Herr Weil schafft es leider nicht, das Camp zu besuchen. Das Land Niedersachsen wird aber vertreten durch den Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung Matthias Wunderling-Weilbier. Auch die Einladung in den Bundestag durch den Abgeordneten Manfred Behrens ist ein Highlight. Das Rock am Rathaus am 25. Juli wird von den Teilnehmern aktiv begleitet. Weiterhin besucht das Camp Goslar, wo wir in den Röderstollen einfahren auf Einladung des Weltkulturerbes Rammelsberg und ins Paläon ist das Camp auch eingeladen. Die Telegrafenstation Neuwegersleben wird besucht und eine Expedition durch Tagebaue der Region ist auch geplant. Wie immer sind die Vereine der Umgebung fest eingebunden. Feuerwehren Hötensleben und Völpke, der Verkehrsgarten Völpke, der Schützenverein Hötensleben und der Sportverein gestalten das Camp aktiv mit. Ein Dank geht auch an die Stadt Schöningen für das City-Mobil und den Besuch des Schwimmbades. Aber auch Jugendclub und auch die Einwohner sind rege dabei. Wie jedes Jahr wird auch ein wenig Völkerverständigung betrieben.

 

Foto: Workcamp von 2014